Sobald der neue Erdenbürger das Licht der Welt erblickt, nimmt die Babypflege einen Großteil der gemeinsamen Zeit in Anspruch. Neben Liebe, Wärme und Geborgenheit stärken Sie mit einer sorgsamen Pflege auch die Bindung zu Ihrem Baby. Was in den ersten Lebenswochen nach der Geburt wichtig ist sowie hilfreiche Tipps rund um die Säuglingspflege, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Sanfte Babypflege nach der Geburt

Nach der Geburt beginnt die Zeit des Kennenlernens und die gemeinsame Kuschelzeit steht im Vordergrund. Die Babypflege nach der Geburt ist ein wertvoller Bestandteil darin und trägt neben der Gesunderhaltung Ihres Babys auch zur Bindung bei. Zur Babypflege eignen sich lauwarmes Wasser und bei Bedarf Produkte, die speziell auf die Bedürfnisse der sensiblen Babyhaut angepasst sind.

Die natürliche Schutzbarriere der Haut entwickelt sich erst noch und reagiert empfindlicher auf äußere Reize und Substanzen, an die sie sich erst noch gewöhnen muss. Mit einer sanften Pflege und regelmäßigem Windelwechseln können Sie Rötungen und Wundsein der empfindlichen Windelregion nachhaltig vorbeugen.

Babys erste Tage nach der Geburt

Direkt nach der Geburt benötigt Ihr Baby Ihre Liebe und Zuwendung wie die Luft zum Atmen. Neben den Grundbedürfnissen wie Schlaf und Nahrung, braucht es vor allem Ihre Nähe. Babys lieben es, getragen zu werden, gemeinsames Kuscheln, eine behutsame Babymassage, das Stillen und ein enger Körperkontakt fördern die gesamte Entwicklung des Kindes. Neben Vertrauen und Verbundenheit wird auch das Selbstwertgefühl gefördert.

Babypflege für Neugeborene

Babypflege für Neugeborene

Mit der täglichen Babypflege erfüllen Sie weit mehr als nur das Saubermachen oder Windelwechseln. Indem Sie auf die Bedürfnisse Ihres Neugeborenen reagieren, befinden Sie sich im ständigen Austausch miteinander und vermitteln Ihrem Baby Sicherheit und Geborgenheit.

Direkt nach der Klinik ist Ihre Hebamme für Sie da und wird Ihnen zu Hause mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gerade, wenn Besonderheiten beachtet werden müssen, wie beispielsweise bei der Pflege von Frühchen, ist entsprechende Fachkenntnis und Hilfe notwendig.

Unsere Babypflege-Tipps für die ersten Lebensmonate

Neugeborenes waschen – so gelingt es

Die meisten Babys lieben es zu Baden. Mehr als 1-2-mal die Woche ist jedoch nicht empfehlenswert, um den noch nicht ausgereiften Säureschutzmantel nicht überzustrapazieren. Mit dem Baden kann begonnen werden, sobald der Nabel vollständig verheilt ist. Das erste Bad Ihres Babys wird normalerweise von Ihrer Hebamme begleitet, die Ihnen alle nötigen Handgriffe zeigt.

Das Gesichtchen können Sie jeden Tag vorsichtig reinigen, ebenso die Hände und den Windelbereich. Hierfür eignen sich zwei kleine Waschschüsseln, eine wird nur für den Windelbereich, die andere für das Gesicht und andere Körperstellen genutzt. Oft gibt es kleine Waschschüssel mit zwei Bereichen, so dass man beispielsweise einen Bereich mit klarem Wasser hat und bei Bedarf einen mit einer milden Waschlotion.

Baby eincremen nach baden sinnvoll?

Babypflege nach dem Baden – ist eincremen sinnvoll oder nicht?

An die Quietscheentchen, fertig, los! Gerade bei den kalten Temperaturen gibt es kaum etwas entspannteres als ein warmes Bad – das gilt auch für den […]

Was sollte ich beim Windelwechseln beachten?

Der Windelbereich sollte täglich und nach Bedarf mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Auch in einer noch nicht vollen Windel können sich Bakterien ansiedeln, die einen wunden und entzündeten Babypo begünstigen können.

Ist es bereits zu einem geröteten und wunden Windelbereich gekommen, werden zinkhaltige Cremes empfohlen. Diese wirken entzündungshemmend und wundheilungsfördernd, so dass die empfindsame Babyhaut heilen kann. Halten Sie dazu gerne Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt oder in Ihrer Apotheke.

Wichtige Pflegeprodukte für Neugeborene

Pflegeprodukte für die Neugeborenen- und Säuglingspflege müssen bestimmten Anforderungen entsprechen. Sie sollten frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sowie dermatologisch und klinisch getestet sein.

Was benötige ich für die Säuglingspflege? Ein Überblick:

Ein extra Windeleimer wird von vielen Eltern als praktisch empfunden. Hygienisch und geruchsbindend beherbergt er eine Vielzahl an Windeln.

Die Wassertemperatur ist besonders wichtig und sollte zwischen 36 °C und 37 °C Grad liegen.

Die Nägel sind in der ersten Zeit sehr weich und das Nagelschneiden kann durch unkontrollierte Bewegungen der Kleinen zu einer großen Herausforderung werden. Eine geeignete Nagelschere ist abgerundet und für Babys und Kleinkinder geeignet. Bewährt hat sich das Nagelschneiden, wenn die Kleinen schlafen. Verletzungen und unnötige Auseinandersetzungen werden vermieden.

Die oft feinen Haare des Säuglings können mit einer weichen Babyhaarbürste gepflegt werden. Dabei ist der Kopf des Babys sehr empfindsam und sollte im Bereich der Fontanellen besonders behutsam gepflegt und geschützt werden. Neugeborene entwickeln in den ersten Lebenswochen oft ein seborrhoisches Ekzem, das unter der Bezeichnung Kopfgneis bekannt ist. Kennzeichnend sind fettige, weißlich-gelbe Schuppen, die das Baby jedoch nicht beeinträchtigen.

Der Milchschorf wird in der Medizin als atopische Dermatitis bezeichnet. Abzugrenzen sind diese Hauterscheinungen vom sogenannten Milchschorf, der in der Regel nach dem dritten Monat auftritt, mit starkem Juckreiz einhergeht und auf eine spätere Neurodermitis hinweisen kann. Weitere Informationen und geeignete Maßnahmen zur vorsichtigen Schuppenentfernung finden Sie hier: Seborrhoisches Ekzem beim Baby.

Da Babys ihre Temperatur noch nicht selbständig regulieren können, ist ein Heizstrahler hilfreich. Er spendet wohltuende Wärme und schützt Neugeborene und Säuglinge vor dem Auskühlen. Es gibt mobile und fest installierbare Wärmelampen, die entsprechende Sicherheitsmerkmale, wie zum Beispiel einen Überhitzungsschutz oder eine Abschaltautomatik, beinhalten.

Irgendwann wird der neue Erdenbürger die ersten Infekte durchmachen. Mit Hilfe eines Fieberthermometers können Sie den Fieberverlauf kontrollieren. Dieser wird vom Kinderarzt abgefragt und erlaubt häufig Rückschlüsse auf die Art der Erkrankung.

Um Babys und Säuglingen das Atmen zu erleichtern haben sich die kleinen, handlichen Nasensauger bewährt. Durch den Unterdruck kann festsitzendes Sekret schnell entfernt werden.

Ein sicherer Schlafplatz für das Neugeborene ist im ersten Jahr das Elternschlafzimmer, jedoch im eigenen Bett. So haben Sie Ihr Baby immer bei sich und merken schnell, wenn es Ihre Nähe sucht. Bewährt haben sich hier Beistellbettchen, die die nötige Sicherheit gewährleisten. Zur Nacht wird ein passender Schlafsack empfohlen. Aus Sicherheitsgründen finden Kissen, Kuscheltiere, Vorhänge und Polster im Babybett keinen Platz.

Für empfindliche Babyhaut

Die Creme mit den Wirkstoffen Dexpanthenol und Zinkoxid mit langanhaltender, sichtbarer Schutzbarriere speziell für die Pflege von empfindlicher Babyhaut. Ganz ohne Zusatzstoffe, einfach natürlich.

Woran merke ich, dass mein Baby Hunger hat?

Mit der Zeit werden Sie schnell erkennen, ob Ihr Baby hungrig ist. Mit vielen Anzeichen macht es dann auf sich aufmerksam. Diese muss man als frischgebackene Eltern erst einmal verstehen lernen. So wird Ihr Baby beispielsweise unruhig und dreht sein suchendes Köpfchen nach Ihnen oder es gibt leise Schmatzgeräusche von sich. Dann ist es an der Zeit, Ihr Baby anzulegen oder das Fläschchen vorzubereiten, noch bevor das Baby zu weinen beginnt.

Weitere interessante Themen finden Sie in unserem Ratgeber Babypflege.

Nach der Schwangerschaft und der Geburt ist die erste gemeinsame Zeit mit Ihrem Baby eine ganz besondere und zählt zu den schönsten Erlebnissen unseres Lebens. Die neuen Herausforderungen werden sich einspielen und sie werden Ihre Erfahrungen sammeln. Freuen Sie sich darauf und genießen Sie das junge Familienglück.

Alles Gute wünscht Ihnen Ihr Peba Team

Autorin
Stephanie Nitsch

Fachredaktion Healthcare, Pharmareferentin nach § 75 Arzneimittelgesetz, Medizinprodukteberaterin nach § 31 MPG / § 83 MPDG, examinierte Krankenschwester.

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Geprüft von
Dr. med. Birgit Lehnhardt

Fachärztin für Anästhesie und Intensivmedizin, Notfallmedizin, leitende Notärztin

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