Autorin: Michelle Krebs
Geprüft durch: Stephanie Nitsch

An die Quietscheentchen, fertig, los! Gerade bei den kalten Temperaturen gibt es kaum etwas entspannteres als ein warmes Bad – das gilt auch für den kleinsten Nachwuchs.

Doch wie oft sollten Babys eigentlich gebadet werden und wie sieht es anschließend mit der Pflege aus? Muss zarte Kinderhaut überhaupt eingecremt werden?

Besondere Herausforderung: Das erste Bad

Solange der Nabel noch dran ist, sollte das Kind nur abgewaschen werden. Ein kleiner Schwamm oder ein Waschlappen reicht aus – damit soll vermieden werden, dass sich die Wunde infiziert. Ist nach ca. fünf bis 14 Tagen der Nabelschnurrest von selbst abgefallen (keine Sorge falls es etwas länger dauert, jedes Kind hat auch hier sein eigenes Tempo!) kann das Plantsch-Vergnügen starten.

Manch neuere Kinderarzt-Empfehlung sieht vor, dass man Babys auch schon vorher Baden kann, wenn nach dem Waschen eine saubere Nabelhygiene eingehalten wird und das Kind die Körpertemperatur selbst halten kann. Neben dem Infektionsrisiko gibt es aber auch noch weitere Faktoren, die beachtet werden sollten:

Da Kinder (so lange sie noch nicht Krabbeln/Laufen) per se nicht dreckig werden, außer sie “spucken” sich mit Milch voll oder die Windel hat nicht dicht gehalten (auch hier reicht oftmals ein Waschlappen und warmes Wasser), wird ein früheres Bad nicht notwendig. Die Babyhaut riecht noch nach Fruchtwasser, was dem Geruch der Brust ähnelt und somit das Stillen begünstigt. Ebenso wird die Bindung zwischen Mutter und Kind gefördert – Stichwort “Bonding” – wenn der Nachwuchs den Duft noch etwas länger in der Nase hat. 

Tipps & Tricks rund um’s Bad

Ort

Zeit

Temperatur

Trocknen

Seife, Shampoo und Badezusatz – was braucht man wirklich?

Am besten für Babys ist klares Wasser, Badezusätze sind nicht notwendig. Bei sehr trockener Haut können rückfettende Öle wie etwa Mandel- oder Jojobaöl beigefügt werden zusammen mit Muttermilch (ohne Milch bindet sich das Öl nicht mit dem Wasser, sondern schwimmt nur oben auf), aber Vorsicht – die Kinder sind dann sehr “glitschig”, gut festhalten! Bei chemischen Badezusätzen sollte darauf geachtet werden, dass sie frei von Konservierungsmitteln, Farb-  und Duftstoffen sowie pH-hautneutral (am besten pH-Wert 5,5) sind. Gleiches gilt für Seifen: Kommen Sie um die Benutzung nicht drum herum, greifen Sie zu milden Waschlotionen, die bestenfalls rückfettend sind.

Da Babys mehr Flaum als Haare haben ist es meist nicht nötig, diese vor dem sechsten Monat mit einem Shampoo zu reinigen. Mit Wasser waschen und mit einer weichen Bürste im trockenen Zustand “kämmen” reicht meist aus (außer es kommt wieder zu einem beliebten “Spuck-Unfall”). Achtung ist hier auch bei der Fontanelle geboten: Keinen Druck beim Waschen/Kämmen ausüben und nicht direkt darüber föhnen.

Babys erstes Bad - ein besonderes Erlebnis

Wie sieht es mit der Creme nach dem Baden aus?

Dieses Thema ist, wie viele andere rund um Schwangerschaft und Baby, sehr umstritten. Einige Hebammen empfehlen, dass man die Kinder nach dem Waschen nicht eincremen soll, da die Haut “das von alleine regelt“.

Neueste Studien zeigen aber, dass gerade bei Babys mit entsprechender genetischer Disposition, eincremen vor einem Neurodermitis-Ausbruch schützen kann. Hierbei wird das Risiko um bis zu 50% gesenkt.

Eine Ausnahme bilden hier die Frühchen: Da bei ihnen die Haut weniger gut ausgebildet ist und oftmals weniger Käseschmiere vorhanden ist, sind sich hier die Kinderärzte einig, dass diese Babys unbedingt von Anfang an eingecremt gehören!

Aufbau Babyhaut

Die Käseschmiere, die die Kinder am Ende der Schwangerschaft im Mutterleib entwickeln, schützt die Haut nicht nur vor dem Aufweichen im Fruchtwasser, sondern wehrt auch Keime ab. Gern wird sie deshalb nach der Geburt auf dem Neugeborenen gelassen und “eingecremt”.
Nach kurzer Zeit muss das Kind aber auf diesen Schutz verzichten. Zwar bildet sich die Haut täglich  weiter und wird stärker, aber komplett entwickelt ist sie erst nach etwa einem Jahr.

Der Säureschutzmantel hat nach etwa vier Wochen seinen optimalen pH-Wert von 5,5 erreicht, kann diesen im Kindesalter aber nur schwer halten. Jegliche Einflüsse, wie beispielsweise alkalische Seifen oder zu heißes Wasser, stören den Mantel, welcher sich dann sehr viel langsamer regeneriert als etwa bei Erwachsenen.

Durch andere Menschen kommt die Babyhaut mit den unterschiedlichsten Mikroorganismen in Kontakt. Dies ist einerseits gut, da die eigene Hautbarriere angeregt wird, diese auch zu bilden und der Säurefilm somit “beimpft” wird – andererseits kann der noch lückenhafte Schutzfilm sich noch nicht gegen alle schädlichen Erreger wehren. Trockene Haut, Entzündungen oder Ausschläge sowie Juckreiz sind die Folgen.

Schaut man sich so ein Neugeborenes an, sieht man, dass sie im Gegensatz zu Erwachsenen ein ganz anderes Körper-/Hautverhältnis haben. Diese große Körperoberfläche und das noch fehlende Unterhautfettgewebe sorgen dafür, dass Babys viel schneller frieren oder ihnen Nässe zu schaffen macht. Auch trockene Heizungsluft entzieht der zarten Haut zusätzlich Feuchtigkeit.

Der Wassergehalt der Säuglingshaut ist wesentlich höher als bei Erwachsenen. Gleichzeitig ist die Hornschicht aber wesentlich lockerer strukturiert und die Lederhaut deutlich dünner. Es wird kaum Talg gebildet, weswegen die Feuchtigkeit sehr viel schlechter gehalten werden kann. Babyhaut fühlt sich deswegen in den ersten drei bis vier Monaten generell rauer und trockener an, auch wenn physiologisch alles in Ordnung ist.

Richtige Pflege ist das A und O

Der Markt an Babypflege ist groß und oftmals verwirrend.
Generell sollten Produkte für den Nachwuchs frei von Konservierungsmitteln, ohne Duft- und Farbstoffe sowie frei von Parabenen und Urea sowie Propylenglykol sein.  Letztere beiden machen die Haut “durchlässiger” und führen oftmals zu Reizungen.

Reine Öle sind nicht zur täglichen Hautpflege geeignet, da sie lediglich einen hohen Fettanteil aufweisen, aber keinerlei Feuchtigkeit spenden. Auch können einige Öle Allergien auslösen oder zu Hautirritationen führen (z.B. Olivenöl).

Wind und Wetter: Der Winter als Hautfeind

Da Babys nicht nur schneller frieren, sondern auch die Feuchtigkeit schlechter speichern können und die trockene Heizungsluft zusätzlich welche entzieht, empfiehlt es sich vor allem im Winter einen noch größeren Wert auf die Pflege zu legen. 

Gerade die zarte Gesichtshaut benötigt besonderen Schutz, damit es nicht zu Erfrierungen kommt. Ein sogenannter “Wind-und-Wetter-Balsam” mit hohem Bienenwachsanteil (und wasserfrei) legt sich wie ein Schutzmantel über die Haut.

Nach dem Auftragen sollte etwa zehn Minuten gewartet werden, bis man das Haus verlässt. Zuhause angekommen sollte dieser wieder sanft abgewaschen werden, damit die Haut nicht unter einem Okklusionseffekt leidet. Eine sanfte Pflege danach tut der Haut besonders gut.

Gegebenenfalls muss ein Sonnenschutz aufgetragen werden. Dieser wird dann 30 min vor dem Verlassen des Hauses aufgetragen, danach kann ca. 20 min später der Kälteschutz folgen.

Der Windelbereich – eine Herausforderung für sich

Im Durchschnitt wird bei einem Säugling die Windel sechs- bis siebenmal täglich gewechselt – bei Bedarf auch öfter. Dies stellt die Haut vor schwierigen Aufgaben:

Urin- und Kotreste stören das natürliche Milieu der Haut sowie des ohnehin labilen Säureschutzmantels. Das häufige Wischen und Reinigen kann zu Hautreizungen und -rötungen führen. Es bietet sich an, dieses Areal besonders zu pflegen. Eine wasserabweisende Creme, die die Haut atmen lässt, schützt den empfindlichen Bereich. Außerdem können Wirkstoffe wie Zink und/oder Kupfer durch ihre antibakteriellen Eigenschaften helfen, Entzündungen vorzubeugen. Zinkoxid wirkt außerdem austrocknend, sodass die Nässe zusätzlich abgehalten wird.

Ist der Po bereits wund, schlimmstenfalls hat sich eine Windeldermatitis gebildet, helfen neben (Zink-)Salben auch Bäder mit Kamille (Vorsicht: Allergie!) oder (synthetischen) Gerbstoffen.

Häufiges Wickeln, trocken halten des Areals und “gut lüften” – d.h. so oft es geht die Kinder ohne Windel liegen lassen, helfen bei der Wundheilung. Eine dünne Decke oder Tuch über den Beinen verhindert größere Unfälle.
Das Reinigen betroffener Stellen mit Öl sollte vermieden werden, da es oftmals brennt. Außerdem begünstigt es den Pilzbefall im Genital- und Analbereich.

Die Peba Kindercreme enthält neben dem wichtigen Zinkoxid auch Dexpanthenol, das juckreizlindernd und entzündungshemmend wirkt. Die Hautregeneration wird gefördert und auf diese Weise die Wundheilung unterstützt. Durch die besondere Konsistenz der Creme bildet sich eine wasserabweisende Schutzbarriere, die sich schmerzfrei auftragen lässt.

Kurz und knapp – gut zu wissen:

Autorin
Michelle Krebs

Fachredaktion Healthcare, Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

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Geprüft durch
Stephanie Nitsch

Fachredaktion Healthcare, Pharmareferentin nach § 75 Arzneimittelgesetz, Medizinprodukteberaterin nach § 31 MPG / § 83 MPDG, examinierte Krankenschwester.

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