Verbrennungen

Verbrennungen werden in 4 Grade unterteilt.

Grad 1 bedeutet Rötung der Haut, z.B. Sonnenbrand. Diese heilt meist ohne Narbenbildung einfach wieder ab.

Grad 2 bedeutet Rötung und Blasenbildung mit deutlichen Schmerzen. Auch hier heilt die Haut ohne Narbenbildung.

Grad 2 b bedeutet Rötung mit Blasenbildung wobei der Blasengrund hier blass-weißlich ist. Nur mäßige Schmerzen. Eine Heilung ist unter Narbenbildung möglich.

Grad 3 bedeutet gräuliche bis weiße Haut, vollständige Zerstörung der Hautschichten, zunächst ohne Schmerzen. Heilung mit Narbenbildung.

Grad 4 bedeutet starke Verbrennungen, hierbei ist die Haut bis auf Knochen und Muskulatur verkohlt.

Bei Verbrühungen oder Verbrennungen ist zunächst abzuschätzen, wieviel Prozent der Körperoberfläche betroffen sind.

Hierfür gibt es eine einfache Faustformel. Um dies besser abzuschätzen zu können, kann man die verbrannte Fläche des kleinen Patienten mit dessen Handinnenfläche vergleichen.

Die Hand inklusive der Finger entsprechen hier etwa ein Prozent der Körperoberfläche.

Ab 5 Prozent verbrannter oder verbrühter Hautoberfläche sollte man mit dem Kind auf jedem Fall in einem Krankenhaus vorstellig werden.

Bei kleineren Verbrennungen oder Verbrühungen sollte man maximal 10 Minuten kühlen. Bei Blasenbildung sollte man diese belassen und versuchen, die betroffene Stelle einigermaßen keimfrei abzudecken, denn die Blase schützt die darunterliegende Haut.

Ab 15 Prozent verletzter Haut bei Erwachsenen ist meist eine Unterbringung in einem Verbrennungszentrum notwendig. Bei Kindern erfolgt dies schon bei weitaus weniger beschädigter Oberfläche.

Wichtig ist alles womit oder woran sich Kinder verbrennen oder verbrühen können außerhalb deren Reichweite aufzubewahren.

Insbesondere mit Kochtöpfen und Wasserkochern kommt es immer wieder zu schlimmen Unfällen.

Wie auch bei allen anderen Verletzungen der Haut ist ein intakter Schutz gegen Wundstarrkrampf sehr wichtig.